
An erfolgreiche Produkte werden heute in vielerlei Hinsicht neue und hohe Anforderungen gestellt. Oft verpacken sie hohe Komplexität in ansprechendes Design und sollen bei einem konkurrenzfähigem Preis und hoher Qualität schnell marktverfügbar sein.
Heutige Produktgenerationen wechseln in immer kürzeren Abständen und werden oft in vielen speziellen Varianten und Konfigurationen weltweit angeboten.
Solche Produkte zu entwickeln ist sehr anspruchsvoll. Letztendlich sind die durch die Verbraucher bzw. Käufer erwarteten Produkteigenschaften die äußeren Entwicklungsziele für die Produktentwickler. Doch so wie die Käufer Erwartungen an das Produkt haben, so haben auch die Hersteller Anforderungen an das Produkt selbst und an den Vorgang der Produktentwicklung, den Entwicklungsprozess:
Da die Marktzyklen immer kürzer werden, ist es wichtig, ein Produkt zügig auf den Markt zu bringen. Neben effizienter Produktion erfordert das vor allem einen zeitlich gestrafften Entwicklungsprozess. Heute arbeiten Entwicklungsteams oftmals weltweit verteilt an neuen Produkten. Die vielfältigen Wünsche und Erwartungen der Kunden führen ebenfalls dazu, dass die Funktionsziele und Produkteigenschaften in Einklang gebracht werden müssen mit den technischen und betriebswirtschaftlichen Produktaspekten. Letztendlich wird ein anforderungsgerechtes Produkt zu einem marktfähigen Preis erwartet. Und die immer weiter ansteigende Produktkomplexität - man denke nur an das Zusammenspiel von mechanischen, elektronischen und Softwarekomponenten - darf nicht zu Lasten der Ausfallsicherheit gehen.
All diese besonderen Anforderungen erfordern, dass im Entwicklungsprozess sehr viele Informationen verwaltet werden müssen. Solche Daten sind einerseits Produktdaten, z.B. Produktanforderungen oder 3D-Konstruktionsdaten, andererseits Prozessdaten des Entwicklungsprozesses, wie z.B. Statusinformationen.
Die Entwickler müssen die aktuellen Daten schnell und sicher identifizieren können und benötigen schnellen Zugriff, unabhängig davon, wo diese Daten räumlich und systemtechnisch abgelegt sind. Dabei müssen sie auf Konstruktionsdaten ebenso zugreifen können wie z.B. Entwicklungs- und Versuchsdaten. Änderungen an den Daten sollen nur im Kontext mit den bestehenden Produktanforderungen vorgenommen werden und dokumentiert und nachvollziehbar sein.
Beim Umsetzen dieser Anforderungen im Entwicklungsprozess kommen Informationssysteme zum Einsatz, die speziell für die Verwaltung von Produktentwicklungsprozessen geschaffen wurden, sogenannte Product-Lifecycle-Management-Systeme (PLM-Systeme). In besonderer Weise lassen sich Entwicklungsprozesse verwalten und optimieren mit ENOVIA V6.