CATIA V5

 

Vorbemerkung: Dies ist keine offizielle Beschreibung der erwähnten Anbieter, sondern stellt die Sicht der Autoren dar.

 

CATIA V5

CATIA V5 ist der Nachfolger von CATIA V4. Neben den traditionellen Haupteinsatzgebieten adressiert CATIA V5 zusätzliche Bereiche, wie z.B. den klassischen Maschinenbau, alle Betriebsmittel und Elektronikprodukte.

CATIA V5 wurde seit Mitte der 90er Jahre vollständig neu entwickelt. Die zugrunde liegende Technologie und die Bedienung haben mit CATIA V4 nichts gemein.

CATIA V5 ist seit März 1999 verfügbar. Im Abstand von ca. 6 bis 12 Monaten erscheinen neue Releases, die Verbesserungen und Erweiterungen enthalten. Das aktuelle Release trägt die Bezeichnung R19.

 

Hardware

CATIA V5 wird auf Windows entwickelt und auf von CATIA V4 bekannte Unix-Hardwareplattformen portiert. Linux wird nicht unterstützt. Aus Performance-Gründen wird Unix nur noch in Sonderfällen eingesetzt.

Die Lauffähigkeit ist grundsätzlich auf jedem Windows-Rechner (XP, x64 ab Release 16, Vista ab Release 18) gegeben, jedoch wird empfohlen, ausschließlich zertifizierte Systeme zu verwenden. Hersteller, die ihre Systeme zertifizieren lassen, sind Dell, Fujitsu-Siemens, Hewlett-Packard, IBM und Sun. Eine aktuelle Liste der zertifizierten Typen ist im Internet abrufbar unter http://www.3ds.com/support/hardware-certification/windows-certified-workstations/

Grundsätzlich gilt die Empfehlung, eine nicht zu knappe Ausstattung an Arbeitsspeicher (2 bis 8 GByte) und eine leistungsfähige Grafikkarte (min. 128 MB Memory) zu verwenden. Mehrprozessorsysteme bringen nur in Ausnahmefällen Vorteile, da CATIA V5 im Regelfall in einem Prozess abläuft.

In 32-Bit-Umgebungen besteht eine effektive Arbeitsspeicherbegrenzung auf ca. 2 bis 2,8 GByte, die bei sehr großen Modellen nicht ausreichend sein können. 64-Bit-Adressierung, die die Begrenzungen bezüglich der Speicherverwendung praktisch aufhebt, ist zurzeit für die Betriebssysteme Windows XP x64 Edition bzw. Vista 64 und AIX verfügbar.

 

Software-Plattformen

CATIA V5 ist in verschiedenen Leistungsstufen, die unterschiedliche Anwendergruppen adressieren, verfügbar:

Plattform 1 (P1)

reduzierte Funktionalität zu reduzierten Kosten

Plattform 2 (P2)

Standard-Funktionalität, Nachfolger von CATIA V4

Plattform 3 (P3)

Sonderanwendungen mit hohem technologischen Anspruch

 

Das Plattform-Konzept hat zum Ziel, für ein breites Spektrum von Anwendungen in unterschiedlichen Marktsituationen ein wettbewerbsfähiges Produkt anbieten zu können. So kann P1 in vielen Fällen auch mit sogenannten Midrange-CAD-Systemen preislich konkurrieren, wohingegen P2 und insbesondere P3 dem High-End-Bereich vorbehalten sind.

Die Unterschiede im Detail zwischen den P1 und P2 Produkten finden Sie hier:

Plattformvergleich P1-P2

Durch die Komplexität der Software und die große Anzahl von Erweiterungen und Änderungen in jedem Release sind die Auswirkungen der Unterschiede insbesondere zwischen Plattform 1 und 2 nur mit viel Erfahrung und großem Aufwand abzuschätzen, so dass nur wenige Anwender das Risiko eingehen, die Plattform 1 zu beschaffen. Durch das neue Lizenzmodell "CATIA PLM Express" (siehe separater Abschnitt) wurde dieses Problem weitestgehend behoben.

Es existieren etwa 160 Einzelmodule ("Produkte"). Jedes Modul ist einer Plattform zugeordnet. Manche Module sind in verschiedenen Ausführungen, z.B. als P1-Modul und als P2-Modul verfügbar. Welcher Plattform ein Modul zugeordnet ist, lässt sich weder anhand seiner Benennung noch der 3-stelligen Kurzbezeichnung sicher sagen. Ein wichtiges Indiz sind jedoch die Ziffern 1 bzw. 2 am Ende der Benennung bzw. der Kurzbezeichnung, jedoch gibt es auch hier Ausnahmen.

Die gebräuchlichsten Module sind:

 

P1

P2

Benennung

Inhalt

AS1

ASD

Assembly Design

Zusammenbaukonstruktion

CCV

Core & Cavity Design

Formtrennung für Werkzeuge

CO1

COM

CATIA Object Manager

Basismodul

DN1

DMN

DMU Navigator

DMU-Analysen

EHI

Electrical Harness Installation

Kabelbaumkonstruktion

GD1

GDR

Generative Drafting

Zeichnungsableitung aus 3D-Modell

GP1

GPS

Generative Part Structure Analysis

Festigkeitsberechnung mit FEM

GS1

GSD

Generative Shape Design

Flächenkonstruktion

HA1

Healing Assistant

Flächenreparatur

ID1

Interactive Drafting

2D-Zeichnungserstellung

IG1

IGES Interface

IGES-Schnittstelle

KIN

DMU Kinematics Simulator

Kinematik-Simulation

KT1

PKT

Product Knowledge Template

Knowledgeware

MTD

Mold Tooling Design

Konstruktion Spitzgießwerkzeuge

NG1

NCG

NC Manufacturing Review

NC Basismodul

PD1

PDG

Part Design

Festkörper-Modellierung

PG1

PMG

Prismatic Machining

NC Bohr- und prismatische Bearbeitung

RT1

RTR

Real Time Rendering

Texturdarstellung in Echtzeit

SM1

SMD

Sheetmetal Design

Blechbearbeitung

SMG

3 Axis Surface Machining

3-Achs-Fräsbearbeitung

SP1

SPA

Space Analysis

Kollisionsuntersuchung

ST1

STEP Core Interface

STEP-Schnittstelle AP203 + AP214

TG1

Tooling Design

Konstruktion Stanzwerkzeuge

V41

V4I

Version 4 Integration

V4-Integration

WS1

Wireframe and Surface

Drahtmodell und Flächen

 

Gelegentlich kommen auch folgende Module zum Einsatz:

 

AMG

Advanced Machining

NC 2- bis 5-Achs-Bearbeitung

C12

COM 1 to 2 Extention

Erweiterung Basismodul auf P2

CBD

Circuit Board Design

Schnittstelle zu Leiterplattensystemen

DL1

Developed Shapes

Flächenabwicklung

DMO

DMU Optimizer

DMU-Erweiterung (reduzierte Hüllen u.a.)

DSE

Digitized Shape Editor

Flächenrückführung

EHF

Electrical Harness Flattening

Zeichnungserstellung für Kabelbäume

ELB

Electrical Library

Bibliothek für Kabelbaumkonstruktion

EST

Elfini Structural Analysis

FEM-Solver-Steuerung

EW1

EWE

ENOVIA Workpl. Package Exch.

Datenaustausch mit ENOVIA VPM

FIT

DMU Fitting Simulator

Einbausimulation

FM1

Functional Molded Parts

Funktionale Spezifikation von Gießteilen

FMS

FEM Surface

FEM Flächenvernetzer

FR1

Part Design Feature Recognition

Feature-Erkennung

FS1

FSS

Free Style Shaper

Freiformflächen-Modellierung

FSK

Free Style Sketch Tracer

Übernahme von Design-Skizzen

FSO

Free Style Optimizer

Erweiterung Freiformflächenmodellierung

FSP

Free Style Profiler

Kurvenbasierte Freiformflächen

FT1

FTA

3D Functional Tol.&Annotation

3D-Toleranzspezifikation

GAS

Gen. Assembly Structure Analysis

FEM-Analyse von Zusammenbauten

GSO

Generative Shape Optimizer

Erw. Flächenkonstr. (überbiegen u.a.)

IMA

Image & Shape

Designerflächen ("Marshmellow")

KWA

Knowledge Advisor

Erstellung von Knowledgeware-Regeln

KE1

KWE

Knowledgeware Expert

Knowledgeware-Anwendung

LG1

LMG

Lathe Machining

NC Drehbearbeitung

MMG

Multi-axis Surface Machining

NC 5-Achs-Bearbeitung

MPA

Prismatic Machining Prep. Ass.

Erzeugung von NC-Bearbeitungsfeature

MPG

Multi-Pocket Machining

Mehrtaschen-NC-Bearbeitung

PEO

Product Engineering Optimizer

iterative Produktoptimierung

PH1

PHS

Photo Studio

Photorealistische Darstellungen

PX1

PPR PDM Gateway

Interface für PDM-Systeme

RSO

Realistic Shape Optimizer

Rückrechnung der Kunststoffform

SH1

Sheetmetal Production

Blechteil-Bearbeitung

SR1

Structure Design

Stahlbau-Konstruktion

TL1

STL

STL Rapid Prototyping

erweiterte STL-Schnittstelle

TUB

Tubing Design

Rohr- und Schlauchkonstruktion

WD1

Welding Design

Schweißverbindungskonstruktion


Module der Plattform 3 sind:

 

ABT

Automotive Body in White Fastening

Rohkarosserie-Entwicklung

ASL

Aerospace Sheet Metal

Blechteilentwicklung für Flugzeugbau

BKT

Business Process Knowledge Template

Knowledgeware

CO3

CATIA Object Manager

Basismodul für P3-Produkte

CPD

Composites Design

Entwicklung von Composites

TAA

Tolerance Analysis of Deformable Assb.

Toleranzanalysen für Blech-Zsbs

 

 

Pakete ("Konfigurationen")

Ein lauffähiges V5-System benötigt in jedem Fall ein Basis-Paket als Voraussetzung. Es ist - im Gegensatz zu V4 - nicht möglich, Einzelmodule beliebig miteinander zu kombinieren.

Wichtige Basispakete der Plattform 1 sind:

 

DR1

Drafting

2D-Zeichnungserstellung

MD1

Mechanical Design

Komplettpaket mechanische Konstruktion

XM1

Extended Mechanical Design

wie MD1, zusätzlich STEP, Blech, Schweißen und erweiterte Flächenfunktionalität (GS1)

 

Wichtige Basispakete der Plattform 2 sind:

 

CV2

Core & Cavity Design

Komplettpaket für Formenbauer

DP2

Drawing Production

2D-Zeichnungsableitung und -erstellung

EI2

Electrical Wire Harness Install.

Kabelverlegung

HD2

Hybrid Design

wie MD2, aber erweiterte Flächen (GSD)

MD2

Mechanical Design

Komplettpaket mechanische Konstruktion

MO2

Mold & Die Machinist

NC 3-Achs-Fräsen incl. Flächenfunktionen (GS1)

SA2

Structural Analysis

Finite-Elemente-Berechnung

XM2

Extended Mechanial Design

wie MD2 zusätzlich STEP, Blech, Schweißen

YM2

Styled Mechanical Design

wie MD2 zusätzlich STEP, Flächenreparatur, einfache Freestyle-Flächen (FS1)

 

CATIA PLM Express

CATIA PLM Express ist ein neuer Ansatz zur Paketierung der V5-Lizenzen (seit Herbst 2006 verfügbar). Im Vergleich zur "klassischen" Paketierung erhält der Anwender im Regelfall ein umfangreicheres Paket zu deutlich reduzierten Kosten.

CATIA PLM Express kennt 6 verschiedene Arten von Lizenzen:

  • Basislizenz
  • Enabler add-on
  • Enabler sharable
  • Extensions add-on
  • Extensions sharable
  • Einzelmodule sharable

Die Unterschiede zwischen Add-on- und Sharable-Lizenzen sind im folgenden Abschnitt "Lizenzmanagement" erläutert. Bis R16 und für IBM-Kunden steht CATIA PLM Express nur eingeschränkt zur Verfügung.

Als Basislizenz steht zurzeit nur das Paket CAT (CATIA Team PLM) zur Verfügung. Es enthält die Einzelmodule AS1, COM, GDR, ID1, IG1, KE1, KT1, PD1, RT1, ST1, V4I und WS1 gemäß Tabelle im vorangegangenen Abschnitt, weiterhin die SmarTeam-Konfiguration TDM (siehe Abschnitt ENOVIA SmarTeam) sowie die weniger gebräuchlichen Module CC1 (CADAM-Interface) und CD1 (Collaborative Design). CAT stellt somit eine umfassende Konfiguration einschließlich STEP und Datenmanagement dar. Einschränkungen gegenüber der am häufigsten eingesetzten Standard-Konfiguration MD2 liegen in den Modulen AS1 (Assembly Design), PD1 (Part Design) und WS1 (Surface Design), die nur in der niedrigsten Funktionalitätsstufe enthalten sind. Die inhaltlichen Unterschiede sind im Download-Bereich zu finden.

Um die Funktionalität des Basispakets zu erweitern, stehen 23 Enabler zur Verfügung. Beispielsweise kann mittels des Enablers MCE auf die volle MD2-Funktionalität erweitert werden. Die wichtigsten Enabler sind:

  • AME (Module AMG, GS1, MPA, MPG, NCG, NVG) Advanced Multi-Axis & Pocket Machining
  • FPE (Module SMD, WD1) Fabricated Product Creation
  • GAE (Module GAS, GPS) Generative Structural Analysis
  • JTE (Module SR1, TG1) Jigs & Tooling Creation
  • LOE (Module FT1, LO1) 3D Layout & Annotation
  • MCE (Module ASD, FM1, GS1, PDG) Mechanical Product Creation
  • MTE (Module ASD, CCV, FR1, GS1, HA1, MTD, PDG, TG1) Mold Tooling Creation
  • PKE (Module KWA, PKT) Knowledge Template
  • PRE (Module DMN, DMO, SPA) Collaborative Product Review
  • SGE (Module DSS, GS1, MPA, NCG, PMG, SMG) Surface Machining
  • TRE (Module ANR, DF1, DT1, FAR) Technological Specification Review

Die folgende Erweiterungsstufe sind 20 verschiedene "Extentions", die das Basispaket und einen Enabler voraussetzen. Die wichigsten Extensions sind:

  • HCX (Module DL1, GSD, GSO, RSO) Mechanical Shape Optimization
  • HDX (Module DL1, FS1, GSD) Mechanical Shape Design
  • MPX (Module CCV, CFO, FMP, GS1, PDG)
  • NVX (Module NCG, NVG)
  • PRX (Module FIT, KIN, SPA)
  • WHX (Module ELB, EHI, EWR)

Am häufigsten eingesetzt werden folgende Konfigurationen

  • CAT
  • CAT + MCE
  • CAT + MCE + HDX
  • CAT + MTE

 

Lizenzmanagement

Für jedes lizenzierte Paket oder Modul vom Typ "sharable" erhält der Anwender einen Softwareschlüssel, der sowohl lokal auf einem Rechner installiert sein kann ("nodelocked") oder von einem mitgelieferten Lizenzmanager (LUM) verwaltet wird ("concurrent"). Zusatzmodule vom Typ "sharable", die vom Lizenzmanager verwaltet werden, können vom Anwender dynamisch in eine laufende Arbeitssitzung hinzugenommen oder wieder freigegeben werden.

Zusatzmodule "add-on" oder "sharable"
Ein Zusatzmodul kann fest mit einem Basispaket verknüpft sein. Dieser Typ wird als "add-on" bezeichnet. Für die Kombination wird nur ein Lizenzschlüssel vergeben.

Soll ein Zusatzmodul wechselweise mit verschiedenen Basispaketen verbunden werden, ist der Typ "sharable" erforderlich.

Funktional sind "add-on"- und "sharable"-Module identisch, jedoch entstehen für "sharable"-Module höhere Kosten.

Existiert für ein Modul der Plattform 1 ein korrespondierendes Modul in der Plattform 2, so ist das Modul der Plattform 1 nur als "add-on"-Typ verfügbar. Beispielsweise ist das Modul SPA als "add-on" und "sharable" verfügbar, SP1 nur als "add-on".

 

ENOVIA

ENOVIA ist eine Sammelbezeichnung für Produkte aus dem DMU- und PDM-Umfeld.

Es sind zu unterscheiden:

 

ENOVIA Portal

DMU

Digital Mock-up

ENOVIA PM

PDM

Product Data Management

ENOVIA VPDM V4

PDM

Product Data Management

ENOVIA SmarTeam

PDM

Product Data Management

ENOVIA MatrixOne

PDM

Product Data Management

 

ENOVIA Portal

ENOVIA Portal ist eine Ausprägung von CATIA V5 für das Digital Mock-up (DMU). Die meisten Module von ENOVIA Portal sind auch in CATIA V5 verfügbar, z.B. FIT, KIN, SPA. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass ENOVIA anders paketiert ist. Eine ENOVIA-Konfiguration lässt sich nicht um jene Module erweitern, die konstruktive Änderungen am CAD-Modell zulassen.

Für ENOVIA Portal gilt das identische Plattformkonzept wie für CATIA V5.

Basispakete der ENOVIA Portal Plattform 1 sind:

 

DM1

DMU Review 1

Viewer und Analyse-Tool für CATIA V4 und V5

DV1

DMU Viewer 1

Viewer für CATIA V5

 

Basispakete der Plattform 2 sind:

 

DM2

DMU Review 2

Viewer und Analyse-Tool für CATIA V4 und V5

DPS

DMU Digital Product Synthesis

Viewer und erweiterte Analysen

 

3d.com

ENOVIA-Portal besitzt mit 3d.com noch eine weitere Komponente, für die es keine Entsprechung in CATIA V5 gibt. 3d.com ist - vereinfacht gesagt - die Web-Variante der Konfigurationen DM1 bzw. DV1. Mit Hilfe von 3d.com lassen sich durch einen Web-Browser CATIA-Modelle auf einem Server ohne Konvertierung anschauen und eingeschränkt analysieren.

 

ENOVIA PM

Der ENOVIA Product Manager ist ein Vorläufer von ENOVIA VPM V5, seit mehreren Jahren vom Vertrieb zurückgezogen und hat kaum noch eine praktische Bedeutung.


ENOVIA VPM V4

ENOVIA Virtual Product Modelling ist ein System zur Verwaltung von CATIA-V4-Daten. Es wurde so erweitert, dass es auch CATIA-V5-Daten verwalten kann und ist heute bei vielen großen CATIA-Anwendern im Einsatz. In den meisten Fällen wird VPM V4 durch ein PDM-Backbone-System unterstützt, das zusätzliche Funktionen, wie z.B. das Work-Flow-Management, abdeckt.

 

ENOVIA VPM V5 (LCA)

ENOVIA Virtual Product Modelling V5 ist der Nachfolger von ENOVIA VPM V4 und PM. Die Software-Architektur ist V5-konform. Zielgruppe sind große Anwender, die hohe Ansprüche an das Management ihrer PLM-Daten haben, wie z.B. das Konfigrationsmanagement komplexer Produkte. Gegenüber anderen PDM-Systemen hebt sich VPM V5 durch eine vollständige Integration in die CATIA-Strukturen ab.

 

ENOVIA SmarTeam

ENOVIA SmarTeam ist eine Produktlinie aus dem PDM-Bereich. SmarTeam versetzt die Anwender in der Lage, die Daten von CATIA V5 und anderen CAD-Systemen komfortabel und sicher zu verwalten und Unternehmensprozesse (z.B. Freigaben) abzubilden.
ENOVIA SmarTeam ist analog zu CATIA und ENOVIA in Module ("Produkte") und Pakete ("Konfigurationen") gegliedert. Es gibt jedoch keine Unterscheidung in Plattformen.

Die wichtigsten Module sind:

 

Name

Benennung

Inhalt

BOM

BOM

Stückliste zum Datenaustausch mit anderen PDM-Systemen

CAI

CATIA Integration

Integration von CATIA V5

EDR

Editor

Lese- und Schreiboperationen in der Datenbank

FDN

Foundation

Basismodul für alle Konfigurationen

NVR

Navigator

Leseoperationen

SEE

Supply Chain Eng. Exchange

Datenaustausch-Abgleich für CATIA V5

WED

Web Editor

Lese- und Schreiboperationen in der Datenbank per Portal

WFL

Workflow

Management von Unternehmensprozessen

 

Weiterhin gibt es Module zur Integration verschiedener CAD-Systeme (ProE, Inventor, UG, ...), Anbindungen an ERP-Systeme (SAP, Oracle), Multisite-Unterstützung u.a.

Die wichtigsten Konfigurationen (Pakete) sind:

 

SED

Editor

volle Kernfunktionalität

SEG

Engineering

wie SED, jedoch um BOM und WFL erweitert

SNV

Navigator

Lese- und Viewing-Funktionalität (Web-Basis)

SWE

Web Editor

wie SED, jedoch Web-Basis

TDM

CATIA Team PDM

wie SED, jedoch um V5-Integration (CAI) erweitert


Positionierung der PDM-Produkte

Mit ENOVIA SmarTeam, ENOVIA VPLM und ENOVIA MatrixOne hat Dassault Systèmes drei unterschiedliche, sich teilweise überlappende PDM-Systeme im Portfolio.

Die wesentlichen Unterschiede lassen sich wie folgt darstellen:

  • ENOVIA SmarTeam: Eignung für einfache Produkt- und Unternehmensstrukturen
  • einfache Implementierung
  • umfassende Integration von CATIA V5
  • Adapter für eine Vielzahl von CAD-Systemen
  • Work-Flow-Unterstützung
  • ausschließlich auf Windows verfügbar

 

VPM/LCA: Eignung für komplexe Produkt- und einfache Unternehmensstrukturen:

  • volle Integration in CATIA (sog. exploded Mode, ersetzt die Zusammenbau-Datei)
  • Unix- und Windows-Unterstützung

 

ENOVIA MatrixOne: Eignung für einfache Produkt- und komplexe Unternehmensstrukturen:

  • gute Anpassungsmöglichkeit an Firmenstrukturen (People&Organisation)
  • volle Multi-Site-Unterstützung
  • zurzeit eingeschränkte V5-Unterstützung

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Freecall: 0800-CATIAV6 (2284286).